Odontolo empfiehlt: Das Odontolo Interview – Heute mit…

Hülya Güzel Zahnärztin in Berlin

Das Interview führte Peter Laaks. 
Der freie Journalist mit eigenem Pressebüro in Essen schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien im Bereich HealthCare und Wirtschaft und berät Unternehmen und Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen in Sachen Positionierung durch Pressearbeit.
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Peter Laaks. Foto: Kristoffer Thor

Hülya Güzel ist niedergelassene Zahnärztin mit drei Behandlungsstühlen in Berlin und obendrein alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Im Odontolo Interview mit unserem Chefredakteur Peter Laaks gewährt die starke 42-jährige spannende Einblicke in den Praxisalltag und das Praxismanagement. Viel Spaß beim Lesen…

Wer ist die Zahnärztin Hülya Güzel?

Ich bin Zahnärztin mit Herzblut und betreibe meine Praxis in Berlin Neukölln mit Leidenschaft und höchsten Qualitätsansprüchen. Ich biete ganzheitliche Zahnheilkunde an, am meisten Spaß habe ich allerdings an der ästhetischen Zahnheilkunde.

Was reizt Sie an diesem Bereich am meisten?

Das kommt einfach tief aus meinem Inneren heraus. Die Ästhetik ist mein Herzblut. Veneers, Zirkon-Kronen usw. – ich experimentiere einfach gerne mit den ästhetischen Aspekten und der damit zu erzielenden Außenwirkung. Schon während meines Studiums an der Freien Universität Berlin (Charité) von 1999 bis 2006 war ich Musterstudentin für die Themen Kronen und Brücken. Damals hatte ich mich immer gewundert, warum gerade die anderen Studierenden so viel abverlangen. Mir hingegen ging das schnell, leicht und mit viel Spaß von der Hand.

Was kam nach dem Studium?

Eigentlich zwei Jahre Assistenzzeit in einer Praxis in Neukölln. Leider wurde die Praxis nach drei Monaten geschlossen. Die restliche Assistenzzeit und die ersten Arbeitsjahre habe ich dann in einer Praxis am Wedding ausgeübt.

Ihre Praxis ist jetzt aber wieder in Neukölln – warum?

Hier liegen meine Wurzeln. Ich fühle mich hier wohl.

Wann haben Sie Ihre eigene Praxis eröffnet?

Im Jahr 2016. Damals war ich schon zweifache Mutter und hatte eine Scheidung hinter mir. Eine eigene Praxis war aber immer schon mein Traum. Nach der Trennung kamen dann auch wirtschaftliche Aspekte hinzu, so wollte ich zum Beispiel in der Lage sein unser Eigenheim zu halten. Das hätte ich mit einem Angestelltengehalt niemals hinbekommen.

Wie haben Sie die Räume für Ihre Praxis gefunden?

Ich habe mir alte Praxen angeguckt, aber so richtig warm wurde ich mit keiner. Zum einen wollten die bisherigen Inhaber zu viel Ablöse für den Patientenstamm und zum anderen hätte ich noch sehr viel Geld für Renovierung und Modernisierung investieren müssen. So bin ich an die heutigen Räume hier in diesem kleinen Einkaufscenter geraten. Ich musste hier zwar alles komplett selbst neu aufbauen, aber die Lage hat mir sehr gut gefallen. Am Schluss ist es mit 260 qm zwar ein bisschen größer geworden als ursprünglich geplant, dafür sind die hellen Räume gut sichtbar, die Parkplatzsituation ist optimal und es gibt reichlich Laufkundschaft. Außerdem ist bei uns der Zutritt auch für Rollstuhlfahrer sehr leicht möglich.

Wie groß ist Ihr Praxisteam?

Ich beschäftige – stand heute – eine angestellte Zahnärztin, drei Arzthelferinnen, eine Verwaltungsassistentin und einen Zahntechniker.

Welche Leistungen bieten Sie an?

Natürlich Prophylaxe, ästhetische Amalgam Alternativen und Parodontologie. Zudem Zahnersatz, Kinderzahnheilkunde und alles natürlich ganzheitlich betrachtet.

Was ist mit Implantologie?

Aufgrund meiner eigenen Herkunft habe ich sehr viele Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund; vor allem aus der Türkei. Natürlich biete ich auch Implantologie an, aber die Türkei an sich ist dabei ein riesiger Konkurrent für mich. Die Preise, die die Kolleginnen und Kollegen dort anbieten, kann ich hier nicht halten.

Also Kronen, Brücken und Prothesen, auch hier strahlen Sie ja förmlich, wenn Sie darüber reden. Damit hätten wir neben der Ästhetik also den Zahnersatz als zweiten Lieblingsbereich. Welche weitere, besondere Leidenschaft haben Sie noch?

Ich setze in meiner Praxis die modernsten Geräte ein, etwa den EndoPilot. Dafür berechne ich meinen Patientinnen und Patienten keine Zuzahlung – einfach deshalb, weil mir die Arbeit damit viel Spaß macht.

Erläutern Sie das bitte noch etwas näher für die Leser 

Anstelle der alten Handinstrumente nutze ich für die Paradontose-Behandlung ein Spezial-Ultraschallgerät. Für die Wurzelkanalbehandlung verwende ich den EndoPilot. Und als neueste Erweiterung kommt seit Kurzem der iTero Element 5D zum Einsatz. Das ist das erste dentale Hybrid-Bildgebungssystem, das gleichzeitig farbige 3D-Intraoral- und NIRI- Aufnahmen macht und den digitalen Zeitvergleich ermöglicht. Dieser Scanner macht klassische Abdrucke mit dem Löffel überflüssig. Das ist genial: Wir scannen das Gebiss ein, speichern es und senden es digital an den Techniker. So fällt selbst die Abholung durch den Techniker weg und für den Patienten entfällt das teilweise unangenehme Hebeln des Löffelabdrucks.

Kommen wir nochmal zurück zu Ihren Patienten: Welche positive Patientenreaktion ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Es gab einen Angstpatienten, dessen Frau ihn zum Praxisbesuch überredet hatte. Er hatte schlimme Zähne, konnte nicht mehr lächeln, was in seinem Gewerbe, der Gastronomie, sehr schädlich für ihn war. Wir haben dann nach dem Vertrauensaufbau nach und nach alles wieder aufgebaut und die Ästhetik wiederhergestellt. Er war anschließend so glücklich, dass er uns zum Dank eine Torte und Pizzen geschickt hat und eine Spitzenbewertung auf einem populären Bewertungsportal über uns hinterlassen hat.

Vielen Dank für das informative Gespräch. Eine abschließende Frage hätte ich noch: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Nicht viel. Ich möchte mehr Zeit für meine Kinder und meine Familie freischaufeln und die ein oder andere Fortbildung ohne Termindruck besuchen können.

Danke.

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